Wenn es um professionelles Layout geht, gibt es viele Faktoren, die ins Spiel kommen: Typografie, Hierarchie, Leer-/Trennzeichen und grafische Platzierung, nur um einige zu nennen. Die übliche Frage der Kunden ist „Können Sie es in Microsoft Word entwerfen?“ Und die Antwort des Designers, nach einem tiefen Seufzer, wird wahrscheinlich sein: „Nun, hier sind alle Gründe, warum wir es nicht tun sollten“.

Der Hauptgrund, warum Word nicht für das Layout verwendet werden sollte, ist einfach: Es ist kein Layout-Programm, es ist ein Textverarbeitungsprogramm (Microsoft hat ein Layout Programm: Publisher). Adobe InDesign hingegen ist ein Desktop-Publishing-Design-Programm. Was genau macht InDesign, das Word nicht kann? Nun, lassen Sie mich die Vor-und Nachteile von jedem Programm abwägen.

PRO WORD

  • Weit verbreitet und bekannt
  • Im Allgemeinen auf Computern vorinstalliert
  • Editierbar und gemeinsam benutzbar von allen, die das Programm haben
  • Hat begrenzte Design- und Layout-Optionen
  • Ideal für einfaches Design, Dokumente die ständig Bearbeitung erfordern.
CONTRA WORD
  • Schwierig zu kontrollieren (d. h. Platzierte Bilder springen oder verschwinden, mit der geringsten Änderung im Text oder Layout wird der Textfluss oder das Layout zerstört)
  • Begrenzte Optionen für Schriftarten (nur Systemschriften werden konsequent zwischen Computern übertragen)
  • Die Kompatibilität zwischen Versionen fehlt (beim Wechsel von einer Version zur nächsten kann ein Dokument ganz anders aussehen)
  • Benutzt RGB anstatt CMYK Farben (RGB ist nicht für Druck geeignet und ein WOrd Dokument kann daher nicht für den Offsetdruck benutzt werden)
  • Es ist nicht für professionelle Druckproduktion eingerichtet (keine Schnittmarken, keine Kontrolle über Doppelseiten, keine Option die Dateien für den Druck zu sammeln)
  • Das Ergebnis ist ein ungeschliffenes Endprodukt

PRO INDESIGN

  • Design-Software, die speziell für professionelles Designen und attraktives Layout geschaffen ist
  • Optionen für alle Layout-, Farb- und Schriftartoptionen (wenn Sie Schriften installieren);
  • Qualitätskontrolle und Output für Print und Webdesign
  • Die Anordnung der Absätze ist genauer und leichter zu kontrollieren, so dass man nicht manuell anpassen muss
  • Kontrolle der Typografie (Feinabstimmung von Linien- und Buchstabenabstand)
  • Platzierte Bilder bleiben wo sie sind
  • Das Ergebnis ist ein professionelles Endprodukt, fertig für den Digital- oder Offsetdruck 
  • Ideal für das Design von Broschüren, Büchern und Jahresberichten
CONTRA INDESIGN
  • Mit dieser Software haben Laien keine Erfahrung und es ist nicht ganz einfach Indesign zu benutzen.
  • Die Software ist teuer.
  • Es ist schwer alle verschiedenen Funktionen des Programms zu kennen. Jedoch – einmal gelernt, ist der Layoutprozess sehr viel einfacher.

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InDesign gibt dem Designer die Möglichkeit bietet, ein exzellentes Endprodukt zu schaffen und gleichzeitig dem Content-Editor Zugriff auf die Bearbeitung des Textes erlaubt. Es gibt mehrere Optionen für dieses Verfahren. Entweder die Redakteure erwerben eine Lizenz für InDesign und bekommen eine Grundausbildung damit sie in der Lage sind, den Text zu bearbeiten. Oder man verwendet Adobe InCopy, mit dem Redakteure Textbits formatieren (z. B. fett, kursiv usw.) und im selben Dokument Textarbeiten vornehmen können, an dem die Designer in InDesign arbeiten. InCopy ist die bevorzugte Option, weil Editor und Designer gleichzeitig arbeiten können ohne die Arbeit des Anderen zu überschreiben.

Ich habe an vielen Dokumenten gearbeitet (Reportdesign, Broschüren, Einladungen, Poster, etc)  – sowohl mit Word als auch mit InDesign – und wenn Sie ein professionelles Ergebnis möchten, erreichen Sie es mit InDesign. Es spart Zeit und Frustration und führt Sie zu dem Design, das Sie sich vorgestellt haben.